Erinnungen an die Schulzeit
Ein Gedicht als "Denkmal"

Ein Gedicht umrahmt mit Fotos aus der Schulzeit
Es ist eine schöne Tradition, dass die Absolventen und Absolventinnen der Meister- und Technikerschule ein „Denkmal“ innerhalb oder außerhalb des Schulgebäudes hinterlassen. Die Klasse G1 Fachrichtung Gartenbau hat ihre Erfahrungen in einem Gedicht festgehalten, mit Fotos geschmückt und das Ganze als „Bild“ im Schulhaus an die Wand gehängt.

Zusammenfassung des Schuljahres

G1 2016/2017 Zwei Halbe - Ein Ganzes -Vereint im Grün

Wir sind am ersten Tag hier angekommen, vor Angst und Neugier total benommen.
Mit rollenden Koffern über Stufen und Stein, zogen wir schließlich ins Wohnheim ein.
Mit Worten voll wohlwollend warmen Klang, bereiteten uns die Lehrer einen herzlichen Empfang.
Von neuen Eindrücken noch ganz erschlagen, stellte man uns schon Englischfragen.
Herr von Mansberg gab uns zu bedenken, doch bitte keine Kühlschränke im Teich zu versenken.
Bei Kennenlernen half uns stets ein Glas Bier oder Wein, wie sollte es auf einer Meisterschule auch anderst sein.
Bei unzähligen Vorstellungsrunden stellten wir fest, wir kommen nicht alle aus demselben Nest.
Von Norden, Süden, Osten bis Westen, konnten wir unsere Dialekte testen.
Auch mit dem Namen lernen ging es gut voran, auch wenn mancher Lehrer es bis heute nicht kann.
Zierpflanzer und Baumschüler in einer Masse, das macht die G1 2017 zur besten Klasse.
Zur Teambildung mit verbunden Augen Hand in Hand, haben wir uns gleich viel besser gekannt.
Durchs Netz geschoben und gehoben, der ein oder andere hat ein bisschen mehr gewogen.
Doch dank der Stärke unsrer Klasse, schafften wir auch die größte Masse.
Der Stehempfang kam dann wie gerufen, das erste Mal die Bar auf zu suchen.
Gleich zu tief ins Glas geschaut, hat so manchen den nächsten Tag versaut.
Um im Berufsleben nicht zu scheitern, wollten wir auf Exkursion unseren Horizont erweitern.
Doch kaum die holländische Grenze passiert, schon das erste Knöllchen kassiert.
Von Airpot und own root noch wenig Schimmer, hatten die Baumschüler die Dusche mitten im Zimmer.
Von Opoisen bis Rhein-Maas, war die Hollandfahrt ein riesen Spaß.
Den Apfelwickler kaum gekannt, hat sich die halbe Klasse in der Schulaufgabe verrannt.
Hatten wir schon den Apfelwickler verhauen, konnte man auch in BWL nicht auf uns bauen.
Die Lehrprobe über Buchungskonten war ein großer Graus, da kennen wir uns bis heute nicht aus.
Im Erdenwerk haben wir Torfersatzstoffe gesehen, und im Schwarzen Moor war es dann mit uns geschehen.
Dieses sahen wir begraben unter Massen von Schnee, und die Schneeballschlacht unterwegs war `ne klasse Idee.
Bei der Weinprobe im Keller der Residenz, sank mit jedem Glas die Intelligenz.
Es wurde getestet, wie schnell man genießen kann, stand doch am nächsten Tag die erste Unterweisung an.
Mit flauen Magen vor dem Azubi gestanden, war bei manchen noch Restwein in der Blutbahn vorhanden.
Vor der Unterweisung noch fast in die Hosen gemacht, haben wir am Ende mit den Azubis gelacht.
Bei den meisten ist es schon ganz gut gelaufen, wir sind aber auch einfach ein talentierter Haufen.
Von der Menge der Schulaufgaben aufgerieben, freuen wir uns auf Weihnachten mit unseren Lieben.
In diesem Sinne lasst die Gläser laut klingen, wer weiß was die restlichen Monate bringen.
So endeten wir zur Weihnachtsfeier voll Hoffnungsschimmer, wir ahnten es nicht, aber es wurde noch schlimmer.
Zum Jahresbeginn ging es zur IPM nach Essen, das war sehr gut um den Schulalltag zu vergessen.
Am Abend davor zu heftig gefeiert, wurde schon auf der Hinfahrt im Bus gereihert.
Auf der Messe mussten wir uns dann durch Menschenmassen schieben, und so mancher hat es beim Mitnehmen von Prospekten übertrieben.
Zum Halbjahr musste uns dann leider einer verlassen, wir hoffen er konnte beruflich wieder gut Fuß fassen.
Für uns andere ging es weiter wie gewohnt, und die Leber wurde in der Bar nicht geschont.
Im Unterricht lernten wir von Spezialisten, die öfters mal unser Fachwissen vermissten.
In BWL stolperten wir über die Abschreibungsschwelle, doch hier half ausnahmsweise Mal nicht die zuständige Stelle.
Vom Unterricht schon fast in den Wahnsinn getrieben, haben wir alle noch unsere Meisterarbeit geschrieben.
So unterschiedlich die Themen auch waren, die 20 Seiten konnte sich keiner ersparen.
Am Ende haben es dann doch alle rechtzeitig geschafft, aber mancher hat sich erst am letzten Tag dazu aufgerafft.
Kaum wurden die Tage dann wärmer und heller, ging die Lernmotivation ganz schön in den Keller.
Unsere Wohnheimparty haben wir sehr gut geschafft, und uns am Tag danach auch noch zum Seminartag aufgerafft.
Trotz zahlreicher Besucher der Landespflegetage, behielten wir den Überblick über die Lage.
In die Vorbereitung der Party ist ganz schön viel Zeit geflossen, dann doch lieber die Partys der Anderen genossen.
Wir haben etlichen Tagesexkursionen gemacht, und dabei immer sehr viel gelacht.
Im Rhetorikunterricht übten wir Vortragsfinessen, und so mancher hat dabei die Zeitvorgabe vergessen.
Zu Fachgesprächen gab es auch mal ein hartgekochtes Ei, da war es mit der Ernsthaftigkeit schnell vorbei.
Auf Italienexkursion haben wir viel gesehen, und so mancher holte sich neue Ideen.
Hatten wir uns erst im Labyrinth verirrt, hat uns die Weinprobe danach die Sinne verwirrt.
Über den Besuch bei Vannuchi können wir uns nicht beklagen, bekamen wir doch zur Betriebsbesichtigung die Golfwagen.
Während die Zierpflanzler in Florenz die Zeit genossen, sind die Baumschüler ohne Klimaanlage im Bus fast zerflossen.
In den Pfingstferien hatten wir uns viel zu Lernen vorgenommen, doch die Faulheit hat meistens doch gewonnen.
Dann standen die schriftlichen Prüfungen an, und man konnte zeigen was man kann.
Unfallverhütung, Herbizide, Bienenpflanzen und Sterbetafel, führten bei manchem zu ganz schönem Geschwafel.
Zwischendurch auf die Heilwasserverkostung gefreut, haben viele es am Ende doch bereut.
Jetzt blicken wir gemeinsam dem Schulende entgegen, doch wer wird schon traurig deswegen?
Wir werden uns oft wiedersehen, und unsere Wünsche werden in Erfüllung gehen.
Text: Andreas Munack mit Kollegen aus der Klasse G1