Ehemalige berichten
Infotag der Schule in neuem Format

Derzeitige und ehemalige Studierende geben ihre Erfahrungen an die Schulbesuchsbewerber weiter


Nachdem im Schuljahr 2017/2018 die Marketing-Projekte der Technikerklassen alle auf der Landesgartenschau in Würzburg stattfanden, gab es diesmal keine Ausstellung in Veitshöchheim. Deshalb hatte der Informationstag der Schule für die Studienbewerber einen neuen Ablauf. Etwa 80 fortbildungswillige Gärtner, Winzer und Weintechnologen sind der Einladung gefolgt und haben sich – zum Teil begleitet von Angehörigen – am 10. März die Meister- und Technikerschule angeschaut.

Weitergabe von Erfahrungen

Im Mittelpunkt des Informationstages stand die Begegnung zwischen den an einer Fortbildung interessierten jungen Menschen und jetzigen oder ehemaligen Studierenden. Niemand kann sich besser in die Situation der Interessenten hineindenken und die enorme Bedeutung einer beruflichen Fortbildung erläutern als Meister und Techniker, die ihre Fortbildung in Veitshöchheim bereits hinter sich haben. Aber auch derzeitige Studierende aus dem ersten und zweiten Schuljahr zeigten den Bewerbern die Vorteile des Schulbesuchs in Veitshöchheim auf.
„Der Unterricht wird von Fachlehrern gehalten, die aus dem Weinbau kommen. Die wissen, wovon sie reden. Das sind hochqualifizierte Leute, aber sie lehren auf Augenhöhe“, meinte ein Studierender der Fachrichtung Weinbau. „Das kann ich nur unterstreichen. Und wir bekommen auch außerhalb des Unterrichts noch zusätzliche Informationen“, ergänzte ein Studierender der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.
„Am besten fand ich die Exkursionen. Man lernt Spitzenbetriebe kennen, aber auch, wie man sich als Gruppe vorstellt oder bedankt. Es ist vorgekommen, dass nach einer Exkursion ein Betriebsleiter angerufen und einem Studierenden eine Stelle angeboten hat“, berichtet eine Gartenbau-Technikerin.
„Beim Weinprojekt gefällt mir besonders gut, dass nicht nur Theorie vermittelt wird, sondern auch praktisches Lernen dabei ist“, stellt ein angehender Weinbaut-Tchniker fest. Ein angehender GaLaBau-Techniker fügt hinzu, dass es bei den Projekten im Technikerschuljahr darauf ankommt, mit dem Wissen aus dem 1. Schuljahr selbständig zu arbeiten.
Derzeitige und ehemalige Studierende empfahlen den „Neuen“ sich unbedingt um ein Zimmer im Wohnheim zu bewerben: „Denn dort ist immer was los. Man trifft andere an der Bar im Partyraum und das ist noch ein Stückchen interessanter als der Unterricht. Außerdem kann man Mitstudierende fragen, wenn man beim Projekt nicht mehr weiterkommt. Nutzt die Zeit in Veitshöchheim, um ein Netzwerk aufzubauen, von dem ihr später profitieren könnt!“
„Ich bedauere, dass ich vor zehn Jahren nach meinem Zierpflanzenbau-Meister nicht noch das Technikerjahr drangehängt habe. Heute könnte ich das breite, spartenübergreifende Wissen in meiner Endverkaufsgärtnerei gut gebrauchen“, meinte ein Ehemaliger. Ein Studierender der Fachrichtung GaLaBau ergänzt: „Hängt noch ein Jahr dran, macht den Techniker, später habt ihr keine Zeit mehr dazu. Und ihr wisst nie, wie lange euer Körper die Arbeit auf der Baustelle mitmacht.“
„Wer gerne für die Mitstudierenden etwas bewirken will, kann sich in der Studierendenmitverwaltung engagieren. Wir haben damals z. B. Fußballübertragungen in die Wege geleitet und die Schulschlussfeier geplant und organisiert. Die Erfahrungen habe ich später im Gartenbaubetrieb bei der Organisation von Events oder Hochzeiten gut gebrauchen können“, lautet die Aussage einer Gartenbau-Technikerin.

Rundgang durch Versuchsbetriebe der LWG

In der anschließenden Stunde beantworteten die Semesterleiter der drei Fachrichtungen Fragen zum Schulbetrieb. Danach konnten die zukünftigen Studierenden die Versuchsbetriebe der LWG kennenlernen. Dr. Matthias Mend führte seine Gruppe durch die Versuchskellerei und den neuen Sensorikraum. Klaus Körber zeigte den Baumschulern die Versuchsflächen im Stutel bei Thüngersheim. Rainer Berger und Martin Degenbeck nahmen die GaLaBauer mit auf einen Rundgang durch den Garten des Instituts für Stadtgrün und Landschaftsbau. Durch die räumliche Nähe von Schule und Versuchseinrichtungen profitieren die Studierenden von der Forschung an der LWG. Neue Forschungsergebnisse fließen unmittelbar in den Unterricht ein.

Führung durch Schulgebäude und Wohnheim

Der Schulleiter Arved von Mansberg öffnete den Interessenten die Türen zu den Klassenzimmern und besonderen Unterrichtsräumen, wie Zeichensaal, Floristikraum, Wein- und Bodenlabor. Außerdem zeigte er die gut ausgestattete Studierendenbibliothek. Auch konnten die angehenden Studierenden einen Blick in eine Wohnheimzimmer, eine Teeküche, den Partyraum, den Freizeitraum und den Kraftraum werfen. Ab 12:00 Uhr hatten der Küchenleiter und sein Team zum Mittagessen eingeladen, so dass die zukünftigen Studieren gleich auch noch die Mensa kennenlernen konnten. Am Nachmittag wiederholte sich das Programm.
Der Verband Ehemaliger Veitshöchheimer (VEV) präsentierte sich und seine Tätigkeit den zukünftigen Studierenden.
Der nächste Informationstag der Schule findet am Samstag, 23. März 2019 statt.